Mach mich 18

Jugend-Musik-Theater und Diskussion

30.10.2007 Vorpremiere mit geladenen Gästen in der Ballettschule Jüdes in Leer

9.12.2007 20:00 Uhr öffentliche Premiere im Zollhaus Leer


Alt-sein in Deutschland, wer will das schon?
Alt sein, eine von uns geschaffene kulturelle Realität?
Natürlich, denn ohne Bewertung geht es nicht!

"Alte Leute interessieren mich nicht wirklich" (Anita 16)
"Jugendliche nehmen mich nicht wahr" (Frau M. 65)
"Mit 40 bin ich schon sehr alt" (Niko 17)
"Alt sein ist schrecklich" (Nadine 16)
"Ich habe es damals nicht für möglich gehalten, was ich heute erlebe" (Frau F. 68)
"Mit 50 ist mein Leben vorbei" (Sven 18)

"If it's too loud, you're old" (engl. Sprichwort)

Projektleitung:
Paul Krüper, Bildhauerei, Organisation und Planung

Projektbegleitung:
Heidi Heibült, Musik
Dr. Norbert Knitsch, Theater
Tobias Pernt (Projektstudent FH Emden)

Beteiligte Behörden, Vereine und Institutionen:
Jugendgerichtshilfe Landkreis Leer
NAM-Projekt vom Arbeitskreis Schule Rhauderfehn e. V.
Institut für Theaterpädagogik Ostfriesland (TAG)

Warum Kunstarbeit so wichtig ist!

Das Projekt "Go Future" gestaltet sich auch diesmal wieder mit der Sprache der Kunst. Theater, Musik und Holzbildhauerei sind die Wegbegleiter der letzten 9 Monate. Das Thema Alt-sein hat sich entwickelt und ist zum Kernthema der Projektarbeit geworden. In der künstlerisch freien Arbeit ist es anders als in der schulischen Arbeit. Ohne Themenvorgabe formt sich das aktuelle gesellschaftliche Thema aus dem aktuellen Befinden des Kunstschaffenden heraus. Dieser Aspekt ist sehr interessant! Der Demographische Wandel vollzieht sich tatsächlich, laut derzeitiger soziologischer Untersuchungen, schneller als angenommen. Diesem sich latent verhaltenden gesellschaftlichen Prozess, können sich auch unsere Jugendlichen scheinbar nicht entziehen. Auf die Frage nach dem Interesse zu dieser Thematik wurde anfangs lächelnd abgewunken. Dennoch zeigte sich das Thema durch die Kunstarbeit präsenter als gedacht.

Eine These, lässt sich daraus ableiten:
Künstlerische Arbeit braucht keinen Themenanlass, denn die Kunstschaffenden sind transparente Vermittler gesellschaftlicher Prozesse. Die Kunstarbeit bringt ans Licht, in welchen politischen und gesellschaftlichen Themen wir tagtäglich persönlich eingebunden sind.

Erkenntnis der TeilnehmerInnen aus dem Projekt:
"Es geht nicht darum, ob man alt oder jung ist. Wichtig ist, dass man ein guter Mensch ist! Respekt und Anerkennung sind elementare Eckpfeiler für die Würde eines Menschen."










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